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UVP-Verhandlung Mega-Speicher: Landesgutachten bestätigt fehlendes öf­fent­liches Interesse – nur „Reinwascherei“ von fossiler und nuklearer Energie!

Fachgutachten des Landes bestätigt: „Mega-Pumpspeicher trägt nicht zur Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien und nicht zur Reduktion der Treibhausgasemissionen bei" - Grünen-LAbg. Sandra Krautwaschl bei Verhandlung: „Nichts als ,Reinwascherei‘!“

Die Grüne Landtagsabgeordnete Sandra Krautwaschl​ brachte heute bei der Verhandlung über das geplante und umstrittene Mega-Pumpspeicherprojekt Koralm (als Bevollmächtigte des Arbeitskreises AK zum Schutz der Koralm und des weststeirischen Hügellandes) eine Eingabe ein, in der sie deutlich das fehlende öffentliche Interesse an dem Projekt betonte. Dabei bezog sie sich pikanterweise vor allem auf ein Gutachten des Landes Steiermark.

Im diesem Fachgutachten der Abteilung 15 (aus dem Juni 2018) „wird ganz klar festgehalten, dass der Pumpspeicher nicht zur Erhöhung des Anteils erneuerbaren Energien und nicht zur Reduktion der Treibhausgasemissionen“ beitragen wird, so Krautwaschl – im Gegenteil: „Die Bauphase wird extrem energie- und CO2-intensiv, im aktuellen Energieträgermix sind nur 20 Prozent, der Rest besteht aus fossilen und nuklearen Quellen. Das bedeutet aus meiner Sicht nichts anderes, als dass Strom aus diesen Quellen ,reingewaschen‘ werden soll und - das kann nicht im öffentlichen Interesse sein.

Damit widerlegt das Landes-Gutachten das Gutachten der TU Wien (in dem übrigens keine Alternativen geprüft wurden und dem auch im Plausibilitätsgutachten der Umweltanwältin deutlich widersprochen wird), das behauptet hatte, der Pumpspeicher würde einen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele und einen signifikanten Beitrag zur CO2 Minderung leisten.

Krautwaschl verwies außerdem auf die Unwirtschaftlichkeit des Projekts, die ebenfalls dem öffentlichen Interesse widerspricht: „In Oberösterreich gibt es bereits zwei bewilligte Pumpspeicher, die bisher aber noch nicht gebaut wurden – und zwar aus wirtschaftlichen Gründen…“, so Krautwaschl, die der steirischen Landesregierung einmal mehr verschiedene „Vorleistungen“ an die Projektwerber (Landschaftschutzgebietsverkleinerung…) vorwirft: „Uns es geht ums öffentliche Interesse und nicht um das private Interessen von Investoren!“ (9. Oktober 2018)



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