Bezirkegruene.at
Navigation:
am 3. August

Besuch an der Schwarzen Lafnitz: „Wann ist genug?“

Sandra Krautwaschl - Kraftwerksbau gestartet: „Wir werden unsere Lebensgrundlagen nicht erhalten, indem wir die letzten kleinen Bächlein zubauen und für immer kaputt machen!“

„Wann ist genug mit der Bewilligung von Projekten, die minimalste Strommengen erzeugen, dafür aber natürliche Flusslandschaften und Artenvielfalt sehr stark beeinträchtigen und teilweise unwiderruflich kaputt machen?“ fragt die Grüne Landtagsabgeordnete Sandra Krautwaschl​ nach einem Besuch an der Schwarzen Lafnitz – denn dort sind nun vor kurzem, obwohl noch 2015 „das Bächlein im Regionalprogramm zum Schutz von Gewässerstrecken auch als ,ökologische Vorrangstrecke‘ festgelegt“ wurde, die Bagger für das Kraftwerksprojekt aufgefahren.


Krautwaschl übt an diesem Vorhaben heute einmal mehr scharfe Kritik: Im Regionalprogramm zum Schutz von Gewässerstrecken wurde die Schwarze Sulm noch im letzten Moment unter dem Stichwort „laufende Verfahren“ ausgenommen, die Wasserwirtschaftsabteilung des Landes hatte sich deutlich gegen das Projekt ausgesprochen und der Verwalter des öffentlichen Wassergutes hatte seine Zustimmung zum Projekt verweigert – „also derjenige, der für uns alle auf unser wertvolles Gut „Wasser“ aufpasst und hier öffentlichen Grund für das Kraftwerk hergeben hätte sollen, hatte „nein“ gesagt!“, erinnert Krautwaschl.

 

Daraufhin wurden bekanntlich von der Landes-Abteilung 13 („Umwelt und Raumordnung“) Zwangsrechte gegen den Bund als Grundeigentümer eingeräumt – das heißt eine Enteignung eingeleitet, die nun kürzlich vom Bundesverwaltungsgerichtshof bestätigt wurde. Und „das alles, obwohl schützenswerte Arten (Apollofalter, Steinkrebs) rund um das geplante Kraftwerk gefunden wurden, es mehrere ältere Kraftwerke gegeben hätte, die revitalisiert werden hätten können und dieses Bächlein, sage und schreibe Strom für rund 500 Haushalte liefern würde“, schüttelt Krautwaschl den Kopf.

 

„Wir werden es niemals schaffen werden, unsere Lebensgrundlagen zu erhalten, wenn wir nicht endlich alles daransetzten, vernünftig Energie und Ressourcen einzusparen, Arbeitsplätze zu schaffen, die wirklich Zukunft haben und Rahmenbedingungen für einen Lebensstil zu etablieren, der auch für unsere Kinder noch was von dieser wunderschönen Welt übrig lässt! Und das schaffen wir ganz, ganz sicher nicht, indem wir auch noch die letzten kleinen Bächlein zubauen und für immer kaputt machen, nur, weil Investoren sich davon gutes Geld versprechen!“, so Krautwaschl abschließend.

 

Mehr dazu auch auf Sandra Krautwaschls Blog​.


Mach die Welt grüner - Mitglied werden