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Nächste Landtagssitzung startet mit neuem Grünen Anlauf für 365-Euro-Jahresticket für die ganze Steiermark

Während in Wien neue Rekordzahlen gefeiert werden, drängt Grünen-Klubobmann Lambert Schönleitner auf die Einführung in der Steiermark – Investition wäre auch budgetär mehr als vertretbar: „Alleine mit den Mitteln, die der Grazer Südgürtel gekostet hat, könnten wir zehn Jahre lang die günstige Jahreskarte finanzieren - es kann also nicht behauptet werden, dass die Kosten für ein steiermarkweites 365-Euro-Jahresticket nicht finanzierbar sind!“

Gleich beim ersten Tagesordnungspunkt der kommenden Landtagssitzung am nächsten Dienstag starten die Grünen eine neue Initiative für die Einführung eines 365-Euro-Jahrestickets, mit dem man um nur einen Euro pro Tag in der ganzen Steiermark öffentlich unterwegs sein kann.

Hintergrund: Bei TOP 1 „Entwicklungen in der Europäischen Union“ werden die Steiermark betreffenden EU-Vertragsverletzungsverfahren aufgezählt: „Im März 2016 leitete die Europäische Kommission erneut ein Vertragsverletzungsverfahren wegen der Überschreitung von Grenzwerten betreffend die Luftqualität ein. In diesem Schreiben geht die Kommission davon aus, dass die Republik Österreich im für die Jahre ab 2010 erstellten Luftqualitätsplan nicht genügend Maßnahmen vorbringt, um die Einhaltung des Luftqualitätswertes NO2 in absehbarer Zeit einzuhalten; eine Einhaltung bis zum Jahr 2020, wie sie von der Republik Österreich im Luftqualitätsplan angegeben wurde, sei jedenfalls nicht richtlinienkonform“, heißt es da.

„Ein Großteil der Luftschadstoffe entsteht im steirischen Zentralraum, der Verkehr zwischen Stadt und Umland stellt das größte Problem dar. Weder die bestehenden öffentlichen Verkehrssysteme, noch das gegenwärtige Tarifsystem sind dazu geeignet, der Bevölkerung ein zeitgemäßes Service zu bieten und die Luftqualität zu verbessern“, betont der Grüne Landtagsklubobmann Lambert Schönleitner​, der darum per Entschließungsantrag fordern wird, ein steiermarkweites 365 Euro-Jahresticket für den öffentlichen Verkehr einzuführen – ein solches gibt es ja bereits in Wien und in Vorarlberg, in Salzburg wurde es bereits im neuen Koalitionsübereinkommen angekündigt. Und: Erst vor ein paar Tagen erzielten die Wiener Linien einen neuen Rekord damit – bereits 800.000 (!) Wienerinnen und Wiener haben ein Jahresticket (siehe hier​), auch in Städten wie Hamburg wird mittlerweile auch schon über die Einführung des vorbildhaften Modells nachgedacht.

Für Schönleitner ist klar: „Gute Angebote im Bereich von Jahrestickets verändern das Mobilitätsverhalten!“

Zum Thema Kosten: In der Stellungnahme der Landesregierung vom 26. April 2018, gab es folgende Schätzung: „Je nach Szenario ergeben sich … Einnahmenverluste zwischen 12,2 und 16 Millionen Euro inkl. USt. pro Jahr.“ Schönleitner: „Alleine mit den Mitteln, die der Grazer Südgürtel gekostet hat, könnten wir 10 Jahre lang die günstige Jahreskarte finanzieren - es kann also nicht behauptet werden, dass die Aufwendungen für ein steiermarkweites 365-Euro-Jahresticket nicht finanzierbar wären. Es ist eine Frage der Prioritäten! Für die Herbeiführung einer grundlegenden Verkehrswende hin zum öffentlichen Verkehr sind das vertretbare Kosten. Eine gute Luftqualität und der Klimaschutz in der Steiermark müssen uns das wert sein!“

Hier​ auf Facebook finden Sie übrigens ein brandaktuelles Video der Grünen Kampagne für ein steirisches 365-Euro-Jahresticket in der Steiermark. (16. November 2018)



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