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Morgiger „Weltbodentag“: Großer Handlungsbedarf in der Steiermark im Kampf gegen fortschreitenden „Flächenfraß“!

Grüne Landtagsinitiative wird von SPÖ und ÖVP seit 2015 (!) unbehandelt in Unterausschuss „geparkt“… - Grüne drängen auf „Flächenfraß-Stopp“ in Raumordnungsnovelle.

Anlässlich des morgigen Weltbodentags erinnert die Grünen daran, dass hier in der Steiermark „massiver Handlungsbedarf“ besteht: Denn der Bodenverbrauch durch Bau- und Verkehrsflächen nimmt in der Steiermark weiter zu - im Vorjahr wurde in der Steiermark täglich eine Fläche im Ausmaß von drei Fußballfeldern verbaut. Der Bodenverbrauch pro EinwohnerIn ist in der Steiermark höher als im Österreich-Schnitt.

Der Grüne Landtagsklubobmann Lambert Schönleitner​ drängt daher einmal mehr auch auf entsprechende Maßnahmen im neuen Raumordnungsgesetz „um den steirischen Flächenfraß zu stoppen“: „Der jahrelange rotschwarze Unwille, eine Raumordnungsnovelle mit Maßnahmen zur Eindämmung von Zersiedelung, Flächenfraß und Einkaufszentrenwildwuchs hin zu einer zukunftstauglichen Flächenwidmungspolitik zu schaffen, muss beendet werden! Es muss uns gelingen, den negativen Trend der galoppierenden Bodenversiegelung umzudrehen, sonst ist der Hochwasserschutz genauso gefährdet (gesunde Böden sind die besten Wasserspeicher) wie das Ziel einer weitgehenden Ernährungssouveränität im Bereich der Landwirtschaft“, warnt Schönleitner.

„Den Boden als Ressource zu schützen ist auch eine der wichtigsten Maßnahmen im Kampf gegen die Erderwärmung“, betont die Grüne Umweltsprecherin LAbg. Sandra Krautwaschl​. Die Grünen fordern „ein konkretes Programm zur Verminderung der Bodenversiegelung und des Bodenverbrauches, sowie zum Schutz hochwertiger landwirtschaftlicher Böden mit konkreten mess- und überprüfbaren Zielen“, so Krautwaschl, die SPÖ und ÖVP auffordert, endlich tätig zu werden – ein entsprechender Antrag der Grünen liegt seit 2015 (!) im Landtag– dort aber von den Regierungsparteien in einen Unterausschuss gesteckt wurde und dort seit damals auf Behandlung wartet…

Bau- und Verkehrsflächen nehmen in der Steiermark bereits eine Fläche von 916 Quadratkilometer in Anspruch, wie der VCÖ heute bekannt gegeben hat​. Allein die Verkehrsflächen beanspruchen in der Steiermark 357 Quadratkilometer. Pro Kopf sind das in der Steiermark 289 Quadratmeter und damit mehr als im Österreich-Schnitt, der bei 237 Quadratmeter pro EinwohnerIn liegt, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten des Umweltbundesamts zeigt. Im Bundesländer-Vergleich hat die Steiermark den vierthöchsten Pro-Kopf-Bodenverbrauch für Verkehrsflächen. Auch bei den Bauflächen weist die Steiermark mit 452 Quadratmeter pro Einwohner nach dem Burgenland, Niederösterreich und Kärnten den vierthöchsten Flächenverbrauch auf. Der Österreich-Schnitt liegt pro Einwohner bei 364 Quadratmeter. Nähere Details dazu hier​. (4. Dezember 2018)



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