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Landtagsinitiative gestartet: Keine Kündigung von Kassenstellen aufgrund des Alters!

Grüne fordern Bemühungen, die Übernahme von Praxen zu ermöglichen, statt Kassenverträge generell mit 70 zu kündigen: „Versorgungssicherheit im ländlichen Raum muss aufrecht erhalten bleiben!“

Nach einer aktuellen Auswertung der Ärztekammer werden in zehn Jahren knapp die Hälfte aller niedergelassenen und mehr als die Hälfte aller Ärzte mit Gebietskrankenkassen-Vertrag in Pension gehen – auch die Ärztekammer warnt daher vor einem ÄrztInnen-Mangel.

„Vor allem in den peripheren Regionen wird die Besetzung von Kassenstellen schon jetzt zusehends schwieriger“, unterstreicht die Grüne Landtagsabgeordnete Lara Köck​ diese Warnung. Die Mürzzuschlager Grünen-Abgeordnete hat daher jetzt eine Landtagsinitiative gestartet und fordert, dass es keine Kündigungen von Kassenstellen mehr aufgrund des Alters geben soll. Konkret soll Gesundheits-Landesrat Christopher Drexler an die Ärztekammer und die Steiermärkische Gebietskrankenkasse herantreten, „um Kassenverträge über das 70. Lebensjahr hinaus unter der Rahmenbedingung unbürokratisch zu ermöglichen, dass in den nächsten Jahren eine Übernahme bzw. Nachfolge erfolgt. „Dadurch soll die Versorgungsqualität insbesondere im ländlichen Raum aufrechterhalten werden“, so Köck. Außerdem sollen gemeinsam mit der Bundesregierung, der Ärztekammer und den Kassen attraktive Anreize geschaffen werden, damit diese Praxen nicht unwiederbringlich verloren gehen.

„Es ist offensichtlich, dass die Rahmenbedingungen für die Nachfolge bzw. Übernahme von Praxen nicht ausreichend. sind Vor diesem Hintergrund und dem Umstand, dass das Durchschnittsalter der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte relativ hoch ist, ist es kontraproduktiv, dass die generelle Kündigung des Kassenvertrages bei Erreichen der Altersgrenze 70 erfolgt. Stattdessen müssen die Bemühungen verstärkt werden, durch geeignete Maßnahmen die Übernahme von Praxen zu ermöglich. Ansonsten gehen diese wahrscheinlich unwiederbringlich verloren und wird die Versorgungsqualität für die Bevölkerung am Land weiter verschärft, ohne dass Alternativen zur Verfügung stehen“, so Köck. (19. Dezember 2018)



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