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Grünen-NAbg. Christiane Brunner: „Feinstaub-Situation in Graz außer Kontrolle“

Grüne: „Statt auf günstigeres Wetter zu hoffen, muss zuständige Politik Verantwortung gegenüber Bevölkerung wahrnehmen!“

„In Graz gerät die Feinstaub-Situation wieder einmal außer Kontrolle. Seit Jahresbeginn waren die Feinstaubwerte in Graz an 26 Tagen über dem zulässigen Grenzwert“, sagt NAbg. Christiane Brunner, Umweltsprecherin der Grünen im Parlament.

Laut Überschreitungsstatistik des österreichischen Umweltbundesamts lag die Feinstaubbelastung in Graz (Ost und Süd) mit Stand 12. Februar an 26 Tagen über dem gemäß Immissionsschutzgesetz-Luft zulässigen Tagesmittelwert von 50 µg/m³. „Damit wurde die maximale gesetzliche Zahl an Tagen mit Feinstaub-Grenzwertüberschreitung nach nur sechs Wochen erreicht. Die unmittelbaren Folgen der hohen Feinstaubbelastung sind Atemwegserkrankungen, wovon vor allem Kinder und ältere Menschen betroffen sind. Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer und Bürgermeister Siegfried Nagl müssen schnell wirksame Sofortmaßnahmen zum Schutz der Gesundheit von Bürgerinnen und Bürgern ergreifen, die Feinstaubbelastung muss abnehmen. Anstatt sich wie in den vergangenen Jahren mit Rechentricks die Feinstaubwerte schönzurechnen und auf günstigeres Wetter zu hoffen, müssen die zuständigen PolitikerInnen ihre Verantwortung für die Gesundheit der Bevölkerung wahrnehmen. Gerade im Verkehrsbereich gibt es noch viel zu tun“, so Brunner.

Graz ist zwar traditionell trauriger Feinstaub-Spitzenreiter in Österreich, allerdings weisen auch andere Messstellen eine Besorgnis erregende Anzahl an Tagen mit zu hohen Feinstaubwerten auf. Die Messstelle im burgenländischen Kittsee weist 21 Überschreitungstage auf, die im kärntnerischen Ebenthal/Zell 20 Überschreitungstage. „Wir können für dieses Jahr bereits davon ausgehen, dass es auch an diesen und weiteren Messstellen mehr als 25 Überschreitungstage gibt und sogar die EU-rechtlich zulässigen 35 Tage überschritten werden“, erklärt Brunner.

„Um das Feinstaubproblem langfristig und bundesweit in den Griff zu bekommen, muss zum Beispiel die Anzahl der Dieselfahrzeuge reduziert werden. An einem Aus für das Dieselprivileg führt kein Weg vorbei“, betont Brunner. (13. Februar 2017)

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