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Glyphosat-Verbot: Seitinger bleibt hinter Kärnten zurück

Landesrat Seitinger verharmlost Glyphosat und stellt unerfüllbare Bedingungen.

Nach Kärnten will nun auch das Burgenland Glyphosat aus dem Bundesland verbannen – und die Steiermark? Die Grüne Landtagsabgeordnete Sandra Krautwaschl​ wollte heute zu Beginn der Landtagssitzung von Agrarlandesrat Seitinger wissen, ob dieser nach der Ankündigung von Umweltlandesrat Lang, ein Glyphosat-Verbot rechtlich prüfen zu lassen, diesen unterstützen wird und bei einem entsprechenden Ergebnis der Prüfung, eine diesbezügliche Verordnung erlassen wird. Aus Grüner Sicht sollte sich die Steiermark ja Kärnten zum Vorbild nehmen – dort hat der Landtag im Verfassungsausschuss bereits ein entsprechendes Gesetz einstimmig (!) beschlossen.

Die Frage Krautwaschls, die man rasch mit Ja oder Nein hätte beantworten können, könne nicht mit einem einfachen ja oder nein beantwortet werden, so Seitinger in seiner Antwort. Der Landesrat verglich Glyphosat zwar nicht mit Honig, wie es Landwirtschaftskammerpräsident Schultes am Sonntag gemacht hatte, sondern mit Haarsprays, die auch krebserregend seien, die Dosis mache das Gift.

Für einen, wie er es formulierte, „geordneten Ausstieg“, stellte Seitinger Bedingungen, die der Landesgesetzgeber nicht erfüllen an – wie zum Beispiel ein Verkaufsverbot in Supermärkten und Lebensmittelketten oder den Einsatz des Bundesheeres für den „Kampf gegen giftige Wucher-Pflanzen“.

„Kärnten ist da anscheinend weiter als Sie“, erinnerte Krautwaschl daraufhin den ÖVP-Landesrat – dort hat, Stichwort „einstimmig“, ja auch die ÖVP einem bundeslandweiten Glyphosat-Verbot zugestimmt. Die Grüne Abgeordnete zeigt außerdem kein Verständnis für Seitingers Haltung: „Auf der einen Seite verharmlost er Glyphosat, auf der anderen Seite stellt er Bedingungen, die für die Steiermark nicht erfüllbar sind!“, kritisiert sie. (12. Dezember 2017)



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