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Armuts-/Sozialbericht: Frauen sind noch immer Armutsrisikogruppe – SPÖ und ÖVP lehnen Forderungen des Frauenvolksbegehrens trotzdem ab…

Grünen-LAbg. Lara Köck drängte auf Umsetzung des Frauenvolksbegehrens im Kampf gegen Frauenarmut.

Den Armuts- und den Sozialbericht des Landes nahm die Grüne Landtagsabgeordnete Lara Köck​ heute im Landtag zum Anlass, um insbesondere auf das hohe Armutsrisiko von Frauen hinzuweisen, wie es auch die Berichte selbst tun: Da heißt es, dass nach wie vor Frauen extrem gefährdet sind, dass Frauen eine Armutsrisikogruppe sind. „Und das ist alles andere als selbstverschuldet“, so Köck: „Frauen übernehmen noch immer den Großteil der Haus- und Familienarbeit, daraus entstehen gravierende Verschlechterungen am Arbeitsmarkt - und so weisen Frauen eine geringere Erwerbsbeteiligung als Männer auf. Und das wiederum hat direkte Auswirkungen auf die sozialstaatliche Absicherung. Denn unser System belohnt hohe Einkommen und durchgehende Beschäftigungen - dadurch profitieren Männer und Frauen ziehen den Kürzeren“, so Köck. Weiters: „Fast 50% der Frauen haben eine Teilzeitbeschäftigung - während 90% der Männer Vollzeit arbeiten und dann zusätzlich noch Überstunden machen.“ Und: „Die Lohnunterschiede zwischen den verschiedenen Arbeitsmarktsegmenten sind enorm, gerade die weiblich dominierten Branchen kriegen am wenigsten. Ebenso ist es, wenn wir uns die Hierarchien in der Arbeitswelt anschauen: Nur eine (!) von 10 Personen in Vorständen und Aufsichtsräten ist eine Frau“, so Köck.

„Jetzt ist das alles nicht unbedingt ganz neu. Es war beim ersten Frauenvolksbegehren vor 21 Jahren sehr ähnlich (1997!) – und so schaut es heute aus, nach dem 2. Frauenvolksbegehren“, so die Grüne, die per Entschließungsantrag forderte, dass sich der Landtag dafür einsetzt, dass die Forderungen des erfolgreichen Frauenvolksbegehrens 2.0 umgesetzt werden – doch dafür gab es heute keine Mehrheit im Landtag. SPÖ und ÖVP stimmten dagegen, obwohl die SPÖ bekanntlich das Frauenvolksbegehren ja auch unterstützt hatte…  (23. Oktober 2018)


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