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10.03.2010 10:58
Mariazeller FPÖ versinkt tief in der Neonazi-Szene
FPÖ-Chef Kurzmann posiert gemeinsam mit St. Sebastianer Spitzenkandidaten, der tief in der rechtsradikalen Szene verankert ist. Grünen-Abgeordnete Zitz: „Einmal mehr zeigt sich, dass es alles andere als egal ist, wer bei der Landtagswahl dritter wird!“
Ein paar Blicke auf Facebook offenbaren den tiefen Neonazi-Sumpf der steirischen FPÖ: Hans Ploderer, FP-Spitzenkandidat in St. Sebastian trägt auf Fotos ein T-Shirt mit der Aufschrift „Skinhead Steiermark“, ein Bild zeigt ihn dabei beim Besuch eines Neonazikonzerts in Mariazell im Jahr 2007.
Das Konzert fand in der „Silvanabar“ statt, deren Chefin Silvana Wallmann, laut Facebookseite der FPÖ Mariazellerland, Jugendreferentin der FPÖ-Ortsgruppe ist. Die Bilder vom „Balladenabend mit Agitator“ („Agitator“ singen etwa Zeilen wie: „Ich bin Leib und Seele Nazi und ich weiß mit Sicherheit: für mich kann’s nix Schöneres geben, ich bleib Nazi für alle Zeit!“) zeigen BesucherInnen in Kleidung mit Aufschriften wie „Blood & Honour Supporter“, „Werwolf“, „Rudolf Hess“.
Zudem sieht man einen Mann im T-Shirt einer Neonazi-Kultband mit nach vor gestreckter Hand. Weiters sind BesucherInnen mit Fanartikeln von Neonazibands wie „Skrewdriver“, „Landser“ („Adolf Hitler unser Führer, Adolf Hitler unser Held“) oder „Faustrecht“ zu sehen. Auf einem Bild der Silvanabar ist auch der stellvertretende Schriftführer der FPÖ-Ortsgruppe, Dominik Ungerböck, zu sehen, der wiederum auf seinem Facebook-Profilfoto stolz „88“ im Lorberkranz auf seiner Kleidung trägt.
„Und FPÖ-Chef Gerhard Kurzmann wird nicht so tun können, als würden ihn diese Abgründe überraschen“, betont die Grüne Landtagsabgeordnete Edith Zitz. Denn ein Facebook-Foto zeigt ihn lächelnd gemeinsam mit St. Sebastian-Spitzenkandidaten Ploderer.
„Diese Bilder zeigen einmal mehr, wie tief die FPÖ in der Neonazi-Szene versinkt und wie offen diese Partei für Rechtsradikale ist“, so Zitz. „Es ist also alles andere als egal, wer bei der kommenden Landtagswahl dritter wird und damit das viel beschriebene Zünglein an der Waage!“
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